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18.10.2020Herren III

Herren III - 2. Meisterschaftsrunde

Das Herren III des UHC Flamatt-Sense konnte in der malerischen Berglandschaft an der Lenk dank zwei starken Leistungen die nächsten Siege einfahren. Gegen die beiden Gegner aus Bern konnten die Sensler ihre Ansprüche unterstreichen. Aus welchem Holz die Truppe von Ghislain Clerc wirklich geschnitzt ist, wird man aber wohl erst im Duell gegen das ebenfalls souveräne Team aus Konolfingen erfahren.

 

Eine wirklich wuchtige Partie war die Auseinandersetzung zwischen UHU Bern und dem UHC Flamatt-Sense nicht. Bezeichnend für die dubiose Vorbereitung vor dem Spiel sahen sich die Sensler aber mit einem Rückstand konfrontiert. Doch die Kontrolle über das Geschehen lag zu jedem Zeitpunkt des Spiels in den Händen von Flamatt. Konsequenterweise konnte das Spiel noch vor der Pause dank zwei Doppelschlägen von Dietz und Zesiger gedreht werden. Mit einer 4:1 Pausenführung schritten die Herren von der Sense zufrieden in die strahlende Sonne. Trainer Clerc fand dort aber harte und richtige Worte – keinesfalls war alles Gold, was glänzte. Zu oft versuchte sich Flamatt durch Einzelaktionen zum Torerfolg zu tanken, zu wenig wurde das ideale Abspiel zum Mitspieler gesucht.


In der zweiten Halbzeit wurde das Besprochene sofort zufriedenstellend umgesetzt. Dank Toren von Giot, Dietz und einem Doppelpack von Dammann konnten die dominanten Sensler mit 8:1 davonziehen. Anschliessend ging die Intensität verloren – ein Umstand, welcher es den Bernern erlaubte, auf 8:3 zu verkürzen. Doch zu mehr sollte es nicht mehr reichen, der UHC Flamatt-Sense konnte sich wieder fangen und mit einem späten Tor das 9:3 erzielen.


Die Herren aus Flamatt haben eine gute, animierte Leistung gezeigt und den Gegner aus Bern verdientermassen deutlich geschlagen. Zwar gab es zweifelsohne Verbesserungspotential. Doch die Reaktion auf die Worte des Coaches und der Nachlässigkeit nach den beiden Gegentoren in der zweiten Hälfte haben gezeigt, dass die noch ungeschlagene Mannschaft von Ghislain Clerc immer den passenden Pfeil im Köcher hat.

 

Vor dem Spiel wurde den Vikingern aus Bern grosser Respekt gezollt. Trainer Clerc und Kapitän Wyss haben ihre Mannschaft auf ein hartes Stück Arbeit eingeschworen. Sie sollten recht behalten – die Partie gegen die Vikings war eine physisch intensive. Harte Zweikämpfe, viele Chancen: beide Mannschaften lieferten sich eine tolle Schlacht. Doch auch in diesem Spiel sollte es Flamatt sein, welches die richtigen Stiche setzen konnte. Dank Toren von Dammann, Dietz, dem jungen Cotting und einem grandiosen Doppelpack vom Debütant Alec Gwerder konnten Flamatt mit 5:0 in Führung gehen. Zwar konnten die Berner kurz vor der Pause einen Torerfolg bejubeln, doch die hungrigen Sensler waren bemüht, dem strauchelnden Vikinger den Todesstoss zu versetzen.


Halbzeit zwei sollte mit einem ärgerlichen Fehler beginnen und die mit dem Rücken zur Wand stehenden Vikings Blut lecken lassen. War es Hochmut oder doch nur ein Missgeschick? Die Partie jedenfalls war nun ausgeglichener, ein intensiver Kampf um jeden Ball prägte das Geschehen. Werden sich die Vikings wieder erheben? Nein! Nach vielen verpassten Chancen und sichtlicher Frustration konnte Imboden mit seinem langersehnten Treffer den Vorsprung von vier Toren wiederherstellen. Der Jubel war gross und sollte den Senslern Rückenwind geben. Nur kurz später konnte Dammann den nächsten Treffer für Flamatt erzielen und auf 7:2 erhöhen. Doch vom sicheren Sieg konnte nicht die Rede sein, denn die Vikings fanden erneut eine prompte Antwort. Wie so oft in dieser Spielzeit liessen sich die Sensler von Rückschlagen nicht beirren und konnten den Abstand dank Zesiger wiederherstellen. Aktion und Reaktion: ein wiederkehrendes Narrativ zum Ende dieser harten Partie. Nachdem die Berner erneut aufschliessen konnten, kam nun auch Wyss zu seinem ersten Saisontor. In der letzten Spielminute konnten die Vikings ihr fünftes Tor erzielen, doch auch darauf konnte Flamatt dank einem frechen Freischlag von der Mitte durch Dammann reagieren.


Ende gut, alles gut. Auch im zweiten Spiel des Tages sah sich der UHC Flamatt-Sense auf der Seite der Gewinner. Das Spiel war aber ausgeglichener, als das Resultat vermuten lässt. Dank grossem Einsatz und einem engagierten Kampfgeist konnten die Sensler diesen Sieg erringen. Besonders hervorzuheben gilt es die sensationelle Leistung von Torwart Benedict Rudin. Frisch aus der Quarantäne holte er in vielen brenzligen Situationen mit brillanten Paraden die Kohlen aus dem Feuer!

 

Fazit:
Mit zwei starken Leistungen und einer Verteilung der Last auf allen Schultern konnte das Herren III des UHC Flamatt-Sense auch an diesem Wochenende mit zwei Siegen zufrieden die Heimreise antreten. Verbesserungspunkte existieren immer, doch die Sensler zeigen sich in Anbetracht aller Herausforderungen als sehr resiliente und kampfstarke Mannschaft. Man darf stolz sein auf das bisher Geleistete. Die Aspirationen sind vorhanden, der Wille auch. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich das talentierte Team von Trainer Clerc entwickeln wird.

 

Bericht: J. Dietz

UHU Bern III

Tore

  1:1 Dietz
(Clerc)
  1:2 Dietz
(Cotting)
  1:3 Zesiger
(Rupli)
  1:4 Zesiger
(Dietz)
20'
1:4 Pause

  1:5 Giot
(ohne Assist)
  1:6 Dietz
(Rupli)
  1:7 Dammann
(Gwerder)
  1:8 Dammann
(Imboden)
  3:9 Giot
(Zurbriggen)
40' 3:9 Endresultat

UHC Vikings Bern

Tore

  0:1 Dammann
(Imboden)
  0:2 Dietz
(Cotting)
  0:3 Cotting
(Dietz)
  0:4 Gwerder
(Imboden)
  0:5 Gwerder
(ohne Assist)
20' 1:5 Pause

  2:6 Imboden
(Gwerder)
  2:7 Dammann
(ohne Assist)
  3:8 Zesiger
(Dietz)
  4:9 Wyss
(ohne Assist)
  5:10 Dammann
(ohne Assist)
40' 5:10 Endresultat