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10.11.2019Herren II

Herren II - 4. Meisterschaftsrunde

Kurz nach 17.10 Uhr gibt es in den Katakomben der Sporthalle von Oron-la-Ville hinter öffentlich zugänglichen Kabinentüren für die Flamatter Protagonisten viel aufzuarbeiten. Die zweite Mannschaft hatte nach der knappen Niederlage gegen Semsales soeben in einem ganz schwachen 2.-Liga-Spiel auch gegen Villaraboud den Kürzeren gezogen. Wo ist sie hin, die offensive Unbekümmertheit der letzten Spielzeiten? Warum harzt es aktuell dermassen bei der eigenen Spielauslösung? Und wie sind sich die zahlreichen Besuche auf der Strafbank zu erklären? Fragen über Fragen, die verständlicherweise gerade in vertrackten Zeiten wie diesen niemand so richtig zu beantworten vermag. An Einsatz und Leidenschaft mangelt es den Flamattern gewiss nicht, doch allein mit diesen Attributen war der bittere Fall ans ungeliebte Tabellenende an diesem Novembersonntag nicht zu verhindern.
 

Die Warnung von Interimstrainer Janik Helfer, der den abwesenden Headcoach Ghislain Clerc an der Bande vertrat, war im Vorfeld eindringlich: «Passt auf den Zorro-Move-Spezialisten auf!» Doch trotz der klaren Botschaft schlug es nach fünf Minuten gleich in Zorromanier hinter FS-Torwart Marco Zbinden ein. Bei einem derart perfekt ausgeführten Kabinettstückchen gab es für die Flamatter nichts zu verteidigen. Ansonsten zeigten die Vivisbacher keine unwiderstehliche Performance, was die spätere denkbar knappe Niederlage doppelt schmerzhaft machte. Vor allem bei den Freistössen im ersten Durchgang ging es Semsales zwei Mal zu schnell. Christian Dutly und Nicolas Lehmann netzten nach Zuspielen von Fabian Jenny jeweils ungestört ein. Weil Jenny herrlich in den linken Giebel traf und Stefan Köstinger einen Konter gewinnbringend abschloss, gingen die Flamatter mit einer Führung in die Pause. Wie so oft in dieser Saison konnten die Sense-Unterländer ihre Form aber nicht konservieren. Im Gegenteil: Mit einer offensiv nahezu inexistenten zweiten Halbzeit brachte man sich einmal mehr um wichtige Zähler. Mehr als zum Anschluss durch Köstinger im 4-gegen-3 reichte es den Deutschfreiburgern nicht mehr. Übrigens bleib es dabei: Steht Schiedsrichter Yann Pichon auf dem Platz, gibt’s für Flamatt am Ende 0 Punkte.
 

Gegen Villaraboud, das ebenfalls tief im Keller drinsteckt, war die Helfer-Truppe mit einem Rucksack an guten Ansätzen in die Partie gestartet. Als manch ein Beobachter nach dem 1:0 durch Fabio Dammann dem Patienten Flamatt-Sense bereits Genesungsfortschritte attestieren wollte, kippte der Gesundheitszustand wieder in kaum gesunde Gegenden. Flamatt bekundete in der Folge erneut Mühe das eigene Spiel durchzuziehen und liess sich von der «Ich-rutsche-im-Laufduell-einfach-mal-aus-und-beschwere mich-dann-beim-Unparteiischen»-Strategie des Gegners aus dem Konzept bringen. Zwei Überzahlspiele brachten die Glanebezirkler mit 1:2 in Front. In diesen Tagen ist die zweite Mannschaft zu wenig gefestigt, um auf Widrigkeiten wie Witzstrafen und Scharmützel der Konkurrenz zu reagieren. Auch die zweite Halbzeit brachte aus Flamatter Sicht bis auf ein wenig Resultatästhetik und weitere Strafen wenig Schildernswertes hervor. Am Ende blieb den Senslern die wenig überraschende Erkenntnis, dass sich auf der Strafbank keine Spiele gewinnen lassen.

 

Bericht: MZ

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UHT Semsales

Tore

  1:1 C. Dutly
(Jenny)
  1:2 Lehmann
(Jenny)
  2:3 Jenny
(Lehmann)
  2:4 Köstinger
(C. Dutly)
20'
3:4 Pause

  6:5 Köstinger
(Jenny)
40' 6:5 Endresultat

Strafen

Flamatt 2x2 Min
Semsales Keine

UHC Villaraboud

Tore

  1:0 Dammann
(S. Dutly)
20' 1:3 Pause

  2:4 Jenny
(Köstinger)
  3:6 Dammann
(S. Dutly)
40' 3:7 Endresultat

Strafen

Flamatt 4x2 Min
Villaraboud 1x2 Min

Kader

Flamatt mit:

Zbinden (T); Mülhauser, S. Dutly, Dammann, Toggweiler; Jenny, Lehmann, C. Dutly, Köstinger; Helfer (C)

Flamatt ohne:

Clerc (C), Bourget (T), Lüttge, Vonlanthen, Nydegger